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La Venta

Das Dorf La Venta befindet sich im Departement Francisco Morazán bei km 36 auf der Strasse nach Olancho. Zu früheren Zeiten (bis 1970) durchquerte die Verbindungsstrasse Tegucigalpa-Olancho das Dorf. Diese Strasse nennen wir heute Carretera Vieja, was alte Strasse bedeutet. Aus diesem Grund heisst unser La Venta heute genau genommen La Venta Vieja (Altes La Venta). Mit dem Bau der neuen Strasse verliessen einige Einwohner das Dorf, um sich in der Nähe dieser Verkehrsverbindung niederzulassen. So entstand La Venta Nueva (Neues La Venta).
La Venta Vieja wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von insgesamt sieben Gründern ins Leben gerufen. Heute stehen in La Venta 144 Häuser, in denen rund 750 Menschen wohnen. Das Projekt Nuevo Amanecer befindet sich am Ende des Dorfes La Venta Vieja. Die Strassen in La Venta sind bis heute nicht asphaltiert. Dank der Initiative von Nuevo Amanecer und dem damaligen Bürgermeisters gibt es seit 1993 Strom. Allerdings sind Unterbrechungen der Elektrizitätsversorgung noch heute häufig.

In La Venta gibt es mit unserem vier Lebensmittelgeschäfte, mit einer geringen Auswahl an Nahrungsmitteln. In einem dieser Geschäft kann ausserdem ein paar Kleider und Schuhe sowie Ersatzteile für Fahrräder gekauft werden. Gegenüber unserem Projekt steht eine kleine Schreinerei, in welcher unsere Schreinerlehrlinge oft einige Arbeiten verrichten können. La Venta verfügt über eine Krankenstation. Die dort arbeitenden Krankenschwestern können allerdings nur bei leichteren Verletzungen oder Krankheiten weiterhelfen. In schlimmeren Fällen müssen die Menschen
ins Krankenhaus nach Tegucigalpa gebracht werden.
In der Dorfschule, werden die Kinder vom 1.-6. Schuljahr unterrichtet.

Die meisten Menschen aus La Venta arbeiten in Tegucigalpa. Der grösste Arbeitgeber im Dorf selber ist die Asociación Nuevo Amanecer. Ausser den vorgängig erwähnten Betrieben gibt es in La Venta keine Verdienstmöglichkeiten. Da das Land sehr mühsam zu bewirtschaften ist, betreibt in La Venta niemand ausser uns Landwirtschaft.

Typisch in Honduras und somit auch in La Venta sind die Adobe-Häuser. Es handelt sich bei deren Baumaterial um eine Mischung aus getrockneter Erde und trockenen Tannennadeln. Diese Masse wird mittels einer quadratischen Vorlage geformt. Anstelle von Zement wird als Mörtel Erde verwendet.

Dank seiner günstigen Lage im Landesinnern und dem Fehlen von grossen Flüssen in der nahen Umgebung, wurde La Venta glücklicherweise in den letzten Jahren kein Opfer von schlimmen Unwettern. So blieb das Dorf auch vom Hurrican Mitch 1998 weitgehend verschont.

Einige beliebte Ausflugsziel in der Umgebung von La Venta sind: la Piedrona, la Savalera, el Rio Grande, la Piedra und el Zorillo. Es handelt sich dabei um Aussichtspunkte sowie Bäche, die teilweise ganzjährig Wasser führen.

 

 

 

   
   
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